Schloss Bergheim
Schloss Bergheim
Oberösterreich, 2025-2026
Durchgeführte Leistungen:
- Bauhistorische Bestandserhebung
Objektgeschichte:
Im Kern weisen Keller- und Erdgeschoßgrundrisse auf eine kompakte Kubatur, die als mittelalterlicher Wohnturm bzw. frühe Kernstruktur interpretiert werden kann. Der Ausbau zum spätmittelalterlichen Herrschaftssitz dürfte im 15. bzw. frühen 16. Jahrhundert erfolgt sein. In der Renaissance bzw. im Frühbarock – vermutlich unter den Fieger von Hirschberg – erfolgte der Ausbau zum Schloss. Ein nördlicher Trakt mit Rundturm und Treppenturm sowie ein zusätzliches Stockwerk werden angenommen. Darstellungen des 17. Jahrhunderts dokumentieren zudem einen differenzierten Wirtschaftsbereich mit innerer und äußerer Umfassung. Für das Ende des 18. Jahrhunderts und die frühe erste Hälfte des 19. Jahrhunderts ist der Meierhof im Franziszeischen Kataster 1826 als Vierkanthof mit zwei Höfen dokumentiert.
Spätere Bauphasen umfassen Ausbauten im späten 19. Jahrhundert (u. a. Wintergarten, Festsaal/Neorokoko, Umbauten 1894), Anpassungen im frühen 20. Jahrhundert im Zuge der Schulnutzung (Eröffnung 1921), sowie weitreichende Modernisierungen ab den 1960er/70er Jahren. 1977–1980 entstand der Internatstrakt; Teile der Wirtschaftsbauten wurden entfernt bzw. umgenutzt. Weitere Maßnahmen betreffen Fenster- und Türaustausch, Sanierungen und funktionale Adaptierungen bis ins frühe 21. Jahrhundert.








