Rathaus Mondsee

Rathaus Mondsee

Oberösterreich, 2012 / 2015

Durchgeführte Leistungen:

  • Bauhistorische Bestandserhebung des Hauses und des Dachstuhls
  • Fassadensondierung

Objektgeschichte:

Im Vorfeld geplanter Baumaßnahmen erfolgte eine bauhistorische und bestandssubstanzielle Untersuchung des Gebäudes. Neben der baugenetischen Begutachtung von Keller-, Erd- und Obergeschoß wurde auch eine substanzielle Erfassung des Dachstuhles durchgeführt. Das Rathaus von Mondsee entstand im Wesentlichen um 1730 als vollständiger Neubau und stand im Kontext der in diesem Zeitraum durchgeführten großzügigen Baumaßnahmen am Klosterkomplex im Bereich des Marktplatzes. Die durchgeführten Mauerwerks-, Putz- und Mörtelbefundungen ergaben ein einheitliches Befundbild, sodass die Errichtungszeit in den 1730er Jahren auch damit belegt werden konnte. Nur der Keller stellt die erhaltene Substanz eines Vorgängerbaues dar. Sowohl seine Ausrichtung, als auch die im baulichen Zusammenhang stehenden Mauerzüge, die im Zuge einer Grabung der 1970er freigelgt wurden, stehen im räumlichen Bezug zu den nördlich anschließenden Parzellen der heutigen Herzog Odilo Straße. Bei dem großen Marktbrand von 1774 wurde auch das untersuchte Gebäude zum Teil beschädigt.

Der Dachstuhl in typisch barocker Ausführung konnte durch eine dendrochronologische Untersuchung (BOKU Wien) in die Jahre 1774 und 1775, somit als Neubau nach dem Brand, datiert werden.

Auszug der Archivrecherche.
Das Gebäude wird durch eine klassische Mittelflurerschließung betreten.
Bauphasenplan des Kellergeschoßes. Der Keller stammt noch vom Vorgängerbau.
Bauphasenplan des Erdgeschoßes.