Meierhof der Franziskanerinnen, Vöcklabruck
Meierhof der Franziskanerinnen, Vöcklabruck
Oberösterreich, 2025
Durchgeführte Leistungen:
- Bauhistorische Bestandserhebung
Objektgeschichte:
Der untersuchte Meierhof liegt außerhalb des mittelalterlichen Stadtkerns. Im Herrschaftsprotokoll wird der Hof erstmals 1738 erwähnt. Im Franziszäischen Kataster sind die Nebengebäude noch als Holzkonstruktionen dargestellt und dürften Vorgängerbauten der heutigen Wirtschaftsgebäude gewesen sein. Bis zur Übernahme durch die „Armen Schulschwestern“ wechselte der Hof mehrmals die Besitzer.
Das Wirtschaftsgebäude besteht aus einem langrechteckigen Baukörper mit einem Wohnbereich an der Straßenseite. Nach etwa einem Drittel schließt ein quer gestellter Trakt an. In dessen Mitte liegt der Verbindungstrakt zum Wohnhaus. Der älteste Bauteil dürfte der westliche Abschnitt des ehemaligen Schweinestalls mit dem heutigen Gebetsraum sein. Der zweigeschossige Stall weist ein gedrücktes Tonnengewölbe mit Stichkappen und Gurtbögen auf; der östliche Teil wurde vermutlich später angebaut und in weiterer Folge aufgestockt. Nach einem Brand 1930 wurde ein großer Teil des Wirtschaftstraktes neu errichtet und mit Beton-Flachdecken, einer Durchfahrt und einem Wohnbereich ausgestattet. Ein erneuter Brand 1992 führte zu umfangreichen Erneuerungen u.a. im Bereich des ehemaligen Rinderstalls. 1995 wurden schließlich ein neuer Rinderstall, Silotürme, eine Güllegrube und eine neue Remise errichtet. Ein Großteil der Ausstattung stammt aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Einzelne Türen und Fenster lassen sich ins späte 19. Jahrhundert datieren.







