Basilika Mondsee

Basilika Mondsee

Oberösterreich, 2025

Durchgeführte Leistungen:

  • Partielle bauhistorische Bestandserhebung

Objektgeschichte:

Das Kloster Mondsee zählt zu den ältesten monastischen Gründungen Österreichs und reicht in seinen Ursprüngen bis in das Jahr 739 zurück. Archäologische Grabungen haben unterhalb der heutigen Klosteranlage die Reste einer römischen Villenanlage freigelegt.

Archivalisch gesichert sind der romanische Kirchenbau (geweiht 1104) sowie der zugehörige Kreuzgang. Bereits im 14. Jahrhundert wurde der Bau jedoch als baufällig beschrieben, sodass im 15. Jahrhundert ein umfassender Neubau in Angriff genommen wurde. Eine Weiheurkunde aus dem Jahr 1444 nennt Klostergebäude, Kreuzgang, Kapitelsaal und Krypta als neu errichtet oder erneuert. Im Jahr 1487 wurde schließlich die doppelchörige Kirche geweiht.

Ein einschneidendes Ereignis stellte der Marktbrand von 1774 dar, bei dem auch Kirche und Kloster erheblich beschädigt wurden. Bereits 1791 wurde das Kloster aufgehoben; kurz darauf ging es 1809 durch eine Urkunde Napoleons an den königlich-bayerischen Feldmarschall Karl Philipp Fürst von Wrede über und gelangte damit in Privatbesitz.

Im Zuge der geplanten OÖ KulturEXPO 2027, die in den Räumlichkeiten des Museums im ehemaligen Kloster Mondsee stattfinden soll, ist für eine barrierefreie Erschließung der Geschosse der Einbau eines Liftes erforderlich. Im Bereich des geplanten Lifteinbaus wurde eine partielle baugenetische Untersuchung durchgeführt.

Am östlichen Ende des langgestreckten Baukörpers nördlich der Basilika befindet sich ein Raum, der ausschließlich über eine Falltür im darüber liegenden Boden zugänglich ist. Der Boden dieses Raumes wurde im Zuge archäologischer Grabungen freigelegt und ist seither in diesem Zustand belassen worden.