Heiligenbrunnkapelle, Mariazell

Heiligenbrunnkapelle, Mariazell

Steiermark, 2010

Durchgeführte Leistungen:

  • Bestandsaufnahme
  • Befundung
  • Planung

Objektgeschichte:

Der St. Lambrechter Abt Anton Stroz ließ die Heiligenbrunnkapelle im Jahre 1711 über einer Quelle errichten, der heilende Kraft für Augenleiden zugeschrieben wurde. Die barocke Kapelle wurde 1715 geweiht und beherbergt eine spätgotische Madonna mit dem Kind, ihr zur Seite stehen der Hl. Joachim und die Hl. Anna. Bis in unsere Zeit wird die Kapelle von vielen Wallfahrern wegen ihrer heilenden Quelle besucht. Das sich aus Krügen ergießende Quellwasser wird gerne getrunken und mit nach Hause genommen.

Durch das jahrzehntelange Eindringen von Wasser wurde die Kapelle in einen bedauernswerten Zustand versetzt. Eine mangelhafte Drainagierung der Gewässer im Hang an der Kapellenrückseite, sowie die Untertunnelung des hangseitigen Gehweges verursachte eine Durchfeuchtung der Kapelle. Die permanente Nässe ließ im Laufe der Jahre massive Schäden am Mauerwerk, Boden, sowie am Inventar und an den Fresken entstehen. Aus diesem Grund entstand auch im Sockelbereich am Altarretabel ein Pilzbefall. Kerzenruß und Wachs verschmutzen das Inventar und die Fresken. Auch die in den 1970er Jahren durchgeführten Restaurierungen am Altar und seinen Skulpturen erwiesen sich nicht als nachhaltig.