Pfarrhof Frauenberg bei Admont
Pfarrhof Frauenberg bei Admont
Steiermark, 2001
Durchgeführte Leistungen:
- Bauhistorische Bestandserhebung des Pfarrhofs
- Bauteilerkundungen
- Sanierungskonzept
Objektgeschichte:
Die im 15. Jahrhundert gegründete Wallfahrtskirche wurde ursprünglich in gotischem Stil errichtet. Um 1650 erfolgte der Anbau des Pfarrhofes an die Westseite der Kirche.
Im 17. Jahrhundert wurde die Anlage unter Carl Antonio Carlone in barockem Stil Um- und Ausgebaut. Um Unterkünfte für die Wallfahrtsseelsorger und für Pilger aus hohem geistlichen und weltlichen Stand zu schaffen, wird der Pfarrhof beträchtlich verlängert; im Westen erhält er als Abschluss einen sechseckigen, zwiebeldachbekrönten Erkerturm. Weiters werden die Innenräume mit prächtigen Malereien und Stuckaturen versehen. Die Anlage von Frauenberg erhält somit ihre charakteristische langgestreckte Form, die sich durch die bauliche Einheit von Kirche und Pfarrhof äußert.
Mit der dringend nötigen Ausbesserung der Dachschäden im Jahre 1947 beginnt eine umfassende Renovierung der Wallfahrtsgebäude auf dem Frauenberg. 1964 wurde die Pilgerherberge zu einem Altersheim Umgebaut, welches 1996 zu einem Pflegeheim adaptiert wurde. 1968 wurde der zu einem Bildungshaus umgestaltete Pfarrhof eröffnet.
Ab 1998 fanden exakte Substanzanalyse und Bauaufmaß im Erdgeschoss des Pfarrhofs durch die Zechner Denkmal Consulting GmbH statt. Die Bauuntersuchungen und verformungsgetreuen Gebäudepläne stellten die Basis für die Umbauarbeiten im Erdgeschoss dar, wo im genannten Jahr die neugestaltete Kirchentaverne eröffnet wird.
2001 wurde eine Instandsetzung des Dachwerks und die Überarbeitung der Gesamtfassade durchgeführt. 2002 – 2005 erfolgte die Sanierung und Restaurierung der Räumlichkeiten in den Obergeschoßen sowie die Rückführung von problematischen Umbauten des 20. Jhdts. Instandsetzung desolater Holzdecken, Wiederverlegung von ursprünglichen Bodenbelägen, Erneuerung der haustechnischen Anlagen, umfassende Restaurierungsmaßnahmen bei den Architekturoberflächen in den Festsälen, und die Schaffung von Gästezimmern mit Sanitäreinheiten.








